Auch weiterhin: "Nein!" zum Ausbau des Flughafens!
 

Wolfgang Drexler: Erfolge bei Fluglärmentlastung

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Ein Antrag der SPD-Landtagsfraktion soll für Abhilfe beim Thema Fluglärm in Esslingen sorgen. Helmut Montag von der Deutschen Flugsicherung hatte auf einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung in Berkheim vor über 200 Besuchern Möglichkeiten aufgezeigt, wie den lärmgeplagten Bürgern in Berkheim, Zell und darüber hinaus geholfen werden könne.

Der Esslinger Landtagsabgeordnete Wolfgang Drexler hatte sofort mit einem Antrag reagiert. Der Landtag solle demnach beschließen, dass die Landesregierung sich bei der Bundesregierung für folgende Maßnahmen einsetzt: Die Piloten werden dazu verpflichtet, beim Start künftig ihr automatisches Führungssystem zu benutzen. Die Streckenführung werde durch diese Vorschrift deutlich präziser als bei manuell geflogenen Starts. Zweitens solle die Höhe, ab der die Piloten das Flugerwartungsgebiet verlassen dürfen, von derzeit 5000 Fuß nach oben gesetzt werden. Zur Zeit dürfen die Piloten mit Genehmigung der Fluglotsen nach Erreichen dieser Höhe die vorgegeben Ideallinie verlassen. Und drittens soll nach dem SPD-Antrag der Drehpunkt, ab dem die Flugzeuge in die Kurve gehen dürfen, hinter die Ortschaft Berkheim verlegt werden.

Die Antwort des Innenministeriums liegt jetzt vor. Innenminister Heribert Rech schreibt zum ersten Punkt, dass noch nicht alle Flugzeuge über ein automatisches Flugführungssystem verfügen. „Möglich wäre allerdings, die Piloten, die am Flughafen Stuttgart starten und deren Luftfahrzeuge über ein FMS verfügen, zu verpflichten, dieses auch zu benutzen. In diesem Sinne wird das Innenministerium auf die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) zugehen und anregen, eine derartige Verpflichtung vorzuschreiben“, antwortet Rech dem Esslinger Abgeordneten. Darüber hinaus werde das Innenministerium das DFS bitten, die Piloten, deren Flugzeuge über kein FMS verfügen, anzuhalten, die Abflug-Ideallinie einzuhalten.

Bei der von Landtagsvizepräsident Drexler angeregten Erhöhung der Flughöhe, bei der das Flugerwartungsgebiet verlassen werden darf, sieht Rech weniger Möglichkeiten. Er schreibt: „Nach Mitteilung der DFS werde eine Anhebung der Mindestflughöhen nicht für erforderlich gehalten, da Auswertungen von Abflügen zeigten, dass die Mehrzahl der Luftfahrzeuge das Flugerwartungsgebiet erst oberhalb dieser Mindestflughöhen verlassen. Dies gelte insbesondere für den Bereich von Esslingen-Berkheim.“ Unabhängig davon werde das Innenministerium nochmals auf die DFS zugehen und auf eine Anhebung der Mindestflughöhe zum Verlassen des Flugerwartungsgebietes, nur auf den Bereich des Flughafens Stuttgart bezogen, hinwirken.

Beim dritten Punkt, nämlich den Drehpunkt ab dem die Flugzeuge in die Kurve gehen dürfen, hinter die Ortschaft Berkheim zu verlegen, antwortet der Innenminister: „Das Innenministerium wird das DFS bitten, zu prüfen und darzulegen, ob eine Verlegung des Drehpunktes für Anflüge nach Süden bei Esslingen-Berkheim grundsätzlich möglich ist, welche Vorteile sich dadurch für Esslingen ergeben, welche neue Lärmbetroffenheiten in anderen Ortschaften dadurch entstehen und ob sie vordiesem Hintergrund eine Verlegung des Drehpunktes empfiehlt.“ Nach Vorliegen des Prüfungsergebnisses werde das Innenministerium die Verlegung des Drehpunktes auch bei der Fluglärmkommission für den Flughafen thematisieren.

„Einige Teilerfolge sind schon zu verzeichnen“, beurteilt Wolfgang Drexler das Antwortschreiben des Innenministers, „wir bleiben aber in Sachen Fluglärmentlastung weiterhin am Drücker.“

Pressesprecher Richard Kramartschik
E-Mail: r.kramartschik@web.de